Transit I: Der Rhythmus der Aufmerksamkeit

„Transit Zürich“, das sind sechs Werkstattinszenierungen junger schweizer AutorInnen, inszeniert von internationalen RegisseurInnen. Kurze Probezeit, kurze Spielzeit: Erhofft wird Verdichtung durch Menge. Das Thema lautet Transit: Zürich als Durchgangstation für die halbe Welt (noch im anschliessenden Publikumsgespräch wird der Internationalität dieser Stadt gelobhudelt). Die Inszenierungen werden jeweils als Trio gebündelt. Was auffällt: Die Verbindung zwischen den Stücken ist lose, bloss im Thema gegeben. Jene der Inszenierungen ergibt sich durch Reihenfolge und Ort: Diagonal durchkreuzt eine Mauer aus Pappschachteln das Atrium des Schiffbaus. Es ist kühl, obwohl es Ende Mai ist: Das Publikum zieht sich die bereit gestellten Decken bis ans Kinn.

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Transit Zürich I – Raum gegen Stücke

Der Raum

Das Atrium im Schiffbau bündelt die Aufmerksamkeit nicht. Nach oben offen, zerfasert sich die Akustik in den freien Himmel. Dazu röhrt eine Lüftungsanlage, fliegen Flugzeuge über den Himmel, fährt draussen eine Ambulanz vorbei. Obenan wohnen Leute, blicken beim Gang aus der Wohnung auf die Zuschauer hinunter – begaffen einen beim Begaffen dreier Kurz-Stücke.

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